Andreas‘ Gravel Trans Jura

1. Februar 2026
Bist du bereit für eine sportliche Herausforderung? Wie wäre es mit einer Teilnahme an der Gravel Trans Jura 2026? In unserer Serie «Gravel Trans Jura Stories» verraten dir ehemalige Teilnehmer und Teilnehmerinnen, wie sie diese besondere Jura-Durchquerung erlebt haben. Heute erzählt Andreas (42) aus Ins, welcher die GTJ 2024 und 2025 absolvierte, seine Geschichte.
Andreas, seit wann bist du auf dem Gravelbike unterwegs und was macht für dich die Faszination Gravel aus?

Ich habe mir vor etwa 9 Jahren das erste Gravelbike gekauft, nachdem ich mich jahrelang mit Mountainbikes abgemüht habe und nie richtig warm wurde mit geraden Lenkern. Gravel bedeutet für mich weg vom Alltag, hin zu mir selbst. Ich mag die Nähe zur Natur, den Wind, die Kälte, die Nässe, den Dreck. Gegenüber dem Rennrad, wo es mir eher um Leistung und Geschwindigkeit geht, ist Gravel für mich Spass pur.

Was hat dich dazu bewogen, dich für die Gravel Trans Jura anzumelden?

Ich war in einer schwierigen Situation zu Hause. Die Gravel Trans Jura war wie ein kleiner Lichtblick für mich. Eine geplante Route von Menschen mit Herz, nicht zu weit weg. Ein paar Tage für mich zum Durchatmen und Auftanken.

Wie hast du dich darauf vorbereitet?

Ein paar Höhenmeter bin ich mehr gefahren. Ansonsten zählte ich darauf, dass der Körper sich der Aufgabe unterwegs anpasst. Speziellen Wert hab ich auf meine Ausrüstung gelegt. Pannensichere Reifen, leichte Gänge, keine Experimente. Nur vertrautes Material.

Und wer war mit dir am Start?

Niemand…was sich ein paar Stunden später jedoch unverhofft komplett geändert hat. Durch das garstige Wetter kam ich schnell an meine mentalen Grenzen und hätte am ersten Tag abgebrochen, wenn ich mich nicht plötzlich inmitten einer «Leidensgesellschaft» von 6 Personen wiedergefunden hätte. Wir sind ab da die komplette Strecke zusammen gefahren und in kurzer Zeit hat sich eine wirklich spezielle Freundschaft entwickelt.

Wenn du dich für diesen einen Moment/Ort deiner Gravel Trans Jura entscheiden müsstest, welcher…

… bewegte dich emotional am meisten?

Als mir ein Teilnehmer seine Lebensgeschichte erzählt hat, wie er sich aus einer Glaubensgemeinschaft herauskämpfen musste und dabei seine nächsten Menschen verlor. Das ging mir sehr nahe.

… brachte dich physisch an deine Grenzen?

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich körperlich irgendwo wirklich an der Grenze war.

… hat dich landschaftlich am meisten beeindruckt?

Bei der ersten Austragung war das Wetter meistens so mies, dass ich mich mehr an den Kampf ums warm und trocken bleiben als an Landschaften erinnere. Die zweite Austragung hat uns schon ein paar Jura-Juwelen gezeigt! Und ich bin überzeugt, dass uns die ganze Strecke bei schönem Wetter komplett überwältigen wird!

.. hat dich zwischenmenschlich am meisten berührt?

Dass es möglich war, sich innert Tagen so eng mit fremden Menschen zu verbinden, dass beim Abschied Tränen flossen.

Welchen Tipp würdest du jemanden geben, der/die 2026 das erste Mal an der GTJ teilnimmt?
  • Eine wirklich leichte Übersetzung ans Rad bauen!
  • Direkt vor GTJ neue Bremsbeläge montieren und Ersatzbeläge für vorne und hinten mitnehmen.
  • Aufs Gewicht des Gepäcks Acht geben. Jedes Kilo mehr spürt man heftig auf den zahlreichen Anstiegen.
  • Gute Regenkleider einpacken, auch wenn die Wetterprognosen gut aussehen. Der Jura hält sich nicht immer daran 😉.
Wirst du wieder dabei sein?

Ja! Die Verbindung zwischen Veranstalter und Teilnehmern ist einzigartig an diesem Event. Man fühlt sich als Teil der GTJ-Familie.