Unai’s Gravel Trans Jura

18. Mai 2026
Lust auf einen abenteuerlichen Frühling? Entscheide dich spontan für eine Teilnahme an der Gravel Trans Jura, das wirst du nicht bereuen. In unserer Reihe «Gravel Trans Jura Stories» berichten ehemalige Teilnehmer von ihren Erlebnissen auf dieser einzigartigen Reise. Heute erzählt Unai (31), der in Zürich lebende Spanier und im Jahr 2021 U23-Landesmeister im MTB-Marathon seine ganz persönliche Geschichte.
Unai, seit wann bist du auf dem Gravelbike unterwegs und was macht für dich die Faszination Gravel aus?

Seit drei Jahren. Ich liebe die Freiheit, die es einem bietet. Ich komme aus dem Rennradsport und finde es einfach toll, dass ich in jedem Gelände fahren kann (sofern Technik und Ausrüstung das natürlich zulassen).

Was hat dich dazu bewogen, dich zur GTJ anzumelden?

Ich war auf der Suche nach einer Herausforderung in der Nähe, aber ohne den Wettbewerbsaspekt. Da ich in Zürich wohne, war das genau das Richtige für mich. Auch wenn ich es nicht als Wettkampf angehen wollte, habe ich mir am Ende doch eine Zielzeit von zwei Tagen gesetzt, was zwar stressig war, sich aber absolut gelohnt hat.

Wie hast du dich darauf vorbereitet?

Ich nehme das ganze Jahr über an Wettkämpfen teil, beginnend mit der Vorsaison im November. Obwohl ich also nicht speziell darauf trainiert hatte, war ich dank dem «Zuri Escape» zwei Wochen zuvor bereits in Form.

Und wer war mit dir am Start?

Ich war auf mich allein gestellt und kannte zu Beginn niemanden. Das ist eines der Dinge, die mir am meisten Spass machen: mich ins Unbekannte zu begeben und unterwegs neue Leute kennenzulernen.

Wenn du dich für diesen einen Moment/Ort deiner Gravel Trans Jura entscheiden müsstest, welcher…

… bewegte dich emotional am meisten?

Der Moment, als ich nach all den Höhen und Tiefen, am zweiten Tag kurz vor 20 Uhr in Nyon ankam.

… brachte dich physisch an deine Grenzen?

Ganz einfach: der letzte Anstieg zur La Barilette.

… bringt dich noch heute zum Lachen?

Der Moment, als mir 60 Kilometer vor dem Ziel eine Speiche am Hinterrad gebrochen ist. Es ist absurd, wie gestresst ich war.

… hat dich landschaftlich am meisten beeindruckt?

Der Aufstieg und das Wetter auf dem Chasseral.

.. hat dich zwischenmenschlich am meisten berührt?

Man kommt mit Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen, Altersgruppen und mit unterschiedlichen Zielen in Kontakt. Eine sehr nette Gemeinschaft.

Welchen Tipp würdest du jemanden geben, der/die 2026 das erste Mal an der GTJ teilnimmt?

Nimm es locker und übertreibe es nicht. Die Strecke ist ebenso schön wie anspruchsvoll – überschätze dein Tempo nicht und geniesse die Landschaft. Wichtig: Wenn es regnet, mach es nicht wie ich und montiere dicke Stollenreifen!